GLOSSAR

Hier finden sich Definitionen und Erklärung für wichtige Begriffe rund um die Arbeit und die Themenbereiche des social design lab. Manche davon sind im allgemeinen Sprachgebrauch nicht so geläufig oder werden in einer anderen Bedeutung verwendet. Das Glossar soll dazu beitragen, ein gemeinsames Verständnis zu schaffen und den Diskurs anzuregen.

Das Glossar hat keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit, sondern versucht, Sprachgebrauch zu beschreiben und Orientierung zu bieten. Es wird, wie auch der Ansatz und die Arbeitsweise des social design lab, kontinuierlich weiterentwickelt und erweitert.

  • Social Design

    Social Design ist ein partizipativer und transdisziplinärer Ansatz zur Gestaltung von Lösungen für komplexe gesellschaftliche und sozial-ökologische Herausforderungen – mit dem Ziel, sozial-ökologische Transformation hin zu besseren Zukünften anzustoßen und zu stärken.

    Dafür wird im Social Design mit ko-kreativen Methoden gearbeitet, die innovativ gestaltend alle relevanten Stakeholder miteinbeziehen. Im Mittelpunkt stehen dabei Partizipation und transdiziplinäre Zusammenarbeit über fachlichliche, soziale und andere Grenzen hinweg, um so nachhaltigere und bessere Lösungen zu entwickeln. Die Ergebnisse und Wirkungen von Social Design haben immer einen gesellschaftlichen Nutzen zum Ziel, beispielsweise die Stärkung von bürgerschaftlichem Engagement, Resilienz oder sozialer Gerechtigkeit.

    Siehe auch: Gestaltung & Innovation, Ko-Design, Methode, Prozess, Soziales System, Transdisziplinarität


    Quelle: social design lab

    Stand: 02/2023

     

    Social Design (Einfache Sprache)

    Social Design (sprich: souschl Di-sein) ist Englisch und bedeutet Soziale Gestaltung”. Es geht um das Zusammenleben der Menschen in einer Gesellschaft. Social Design bedeutet also „Gesellschaft gestalten“. 

    Social Design findet Lösungen für Probleme in der Gesellschaft und der Umwelt. Das Ziel ist es, die Umwelt zu schützen und die Zukunft der Menschen zu verbessern. 

    Dafür arbeiten im Social Design alle zusammen. Viele verschiedene Menschen sollen mitmachen. Verschiedene Fachbereiche arbeiten zusammen. So werden bessere Lösungen entwickelt. Social Design ist gut für die Gesellschaft.  

    Ergebnisse können unterschiedlich aussehen, zum Beispiel:   

    – Neues Wissen  

    – Neue Arbeitsweisen  

    – Neue Ideen   

    Social Design soll Menschen helfen, Gesellschaft zu gestalten und zu verändern.  Damit viele Menschen das können, müssen viele Menschen verstehen, wie das geht.  

  • Soziales System

    Ein soziales System ist ein komplexes gesellschaftliches Gefüge. In diesem stehen Individuen, Gruppen und Organisationen (Akteur*innen) und auch Materielles (z. B. Ressourcen, Infrastrukturen etc.) sowie Immaterielles (z. B. Diskurse, Regeln etc.) in wechselseitigen Beziehungen und Abhängigkeiten zueinander. Sie interagieren und bilden dadurch ein Gesamtes. Das Konzept eines sozialen Systems verkörpert den soziologischen Grundsatz: Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.

    Prozesse bzw. Projekte des social design lab adressieren soziale Systeme, mit dem Ziel, nachhaltige sozial-ökologische Transformation anzustoßen.

    Siehe auch: Prozess


    Quelle: In Anlehnung an Merriam Webster

    Stand: 10/2022

     

    Soziales System (Einfache Sprache)

    Ein soziales System ist eine Gruppe in der Gesellschaft. Sozial, weil Menschen, Gruppen und Organisationen dazugehören. Sie alle halten sich an Regeln und haben gemeinsame Ressourcen. Deshalb bilden sie ein Ganzes. Das nennt man System. Die Schule ist zum Beispiel ein soziales System. Dazu gehören die Menschen, die Regeln und die Räume.   

    Das social design lab will soziale Systeme verbessern. 

  • Stakeholder

    Stakeholder (engl. stake = Einsatz/Anteil/Anspruch/Erwartung; holder = Eigentümer*in/Besitzer*in) sind Personen, Gruppen oder Organisationen, die ein Interesse an einem bestimmten Entwicklungsverlauf (z. B. in einem Projekt) haben.
    Dazu gehören z. B. Entscheidungsbeeinflusser*innen, Schlüsselakteur*innen bei der Umsetzung (Partner*innen) und auch diejenigen, die auf irgendeine Weise direkt oder indirekt von den Ergebnissen betroffen sind (z. B. zivilgesellschaftliche Akteur*innen, Verbände, Nachbar*innen usw.).

    Siehe auch: Partizipation

     

    Quelle: In Anlehnung an Stakeholder Dialoges
    Stand: 08/2022

     

    Stakeholder (Einfache Sprache)

    Stakeholder ist Englisch, man spricht es so aus: Stäik-houlder. Das Wort steht für alle Personen oder Organisationen, die einen Einfluss auf ein Projekt haben. 

    Dazu gehören Menschen, die Entscheidungen beeinflussen, und Partnerorganisationen, die bei der Umsetzung helfen. Auch alle, die vom Projekt betroffen sind, gehören dazu. Das können zum Beispiel sein: 

    – Menschen, für die das Projekt gemacht wird 

    – Menschen, die in dem Projekt mitarbeiten 

    – Organisationen oder Vereine, die sich für das Projekt interessieren oder es unterstützen könnten 

    – Menschen, die in der Stadt oder Politik arbeiten  

    – Menschen, die in der Nähe wohnen 

    – Ehrenamtliche, die dem Projekt helfen wollen 

    – Menschen, die in der Wissenschaft arbeiten und von dem Projekt erfahren sollen 

    – Menschen, die zum gleichen Thema arbeiten 

    Stakeholder haben oft unterschiedliche Meinungen, Wünsche oder Interessen. Deswegen ist es wichtig, so früh wie möglich mit ihnen über das Projekt zu sprechen.  Manche Stakeholder helfen dabei, wichtige Entscheidungen in den Projekten zu treffen. Einige Stakeholder sorgen auch dafür, dass die Projekte möglichst vielen Menschen helfen können.