GLOSSAR
Hier finden sich Definitionen und Erklärung für wichtige Begriffe rund um die Arbeit und die Themenbereiche des social design lab. Manche davon sind im allgemeinen Sprachgebrauch nicht so geläufig oder werden in einer anderen Bedeutung verwendet. Das Glossar soll dazu beitragen, ein gemeinsames Verständnis zu schaffen und den Diskurs anzuregen. Das Glossar hat keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit, sondern versucht, Sprachgebrauch zu beschreiben und Orientierung zu bieten. Es wird, wie auch der Ansatz und die Arbeitsweise des social design lab, kontinuierlich weiterentwickelt und erweitert.
Akteur*innen
Akteure und Akteurinnen sind handelnde Personen, Gruppen oder Organisationen.
Quelle: In Anlehnung an Duden (Akteur) und Duden (Akteur*in)
Stand: 05/2022Akteure (Einfache Sprache)
Akteure sind Personen, Gruppen oder Organisationen, die in einer Situation handeln. Ein Beispiel: In der Schule sind die Lehrer und die Schüler Akteure.
Facilitation
Facilitation (engl. facilitate = etw. erleichtern/ermöglichen/unterstützen/fördern) ist die professionelle Prozessbegleitung einer Gruppe.
Facilitator*innen begleiten die Teilnehmenden moderierend in einem Format (z. B. Workshop). Sie unterstützen sie darin, besser zusammenzuarbeiten und die angestrebten, gemeinsamen Ziele selbstgesteuert zu erreichen. Die Facilitator*innen sind für den methodischen, räumlichen und zeitlichen Rahmen des Gruppenprozesses verantwortlich – die Teilnehmenden für die Inhalte.Siehe auch: Format, Methode, Prozess
Quelle: In Anlehnung an facilitation academy und agonda
Stand: 05/2022Facilitation (Einfache Sprache)
Facilitation ist Englisch. Man spricht es so aus: Fassillitäjschn. Es bedeutet: Eine Person hilft einer Gruppe dabei, gut zusammen·zu·arbeiten. Die Person unterstützt die Gruppe, Aufgaben gemeinsam zu erledigen. Die Gruppe selbst ist verantwortlich für die Inhalte. Die Begleit·person nennt man Facilitator [fassillitäytoa].
Der Facilitator achtet bei der Zusammen·arbeit auf verschiedene Dinge. Der Facilitator sagt, wie viel Zeit für eine Aufgabe da ist und bestimmt, wann eine Pause gemacht wird. Manchmal moderiert der Facilitator Gespräche und schaut, dass jeder mal sprechen darf. Der Facilitator sagt auch, welche Methoden gut passen.
Format
Wird im social design lab über Formate gesprochen, sind damit immer gewisse Beteiligungsformate gemeint. Ein Format kann eine größere Veranstaltung (z. B. ein Workshop, Sprint, Event) oder auch eine Reihe von solchen Veranstaltungen sein.
Innerhalb eines Formats wird mit unterschiedlichen passenden und aufeinander abgestimmten Methoden gearbeitet.Siehe auch: Methode
Quelle: social design lab
Stand: 08/2022Format (Einfache Sprache)
Format bedeutet im social design lab: ein Treffen, bei dem alle mitmachen können.
Ein Format kann sein:
– eine große Veranstaltung, zum Beispiel ein Workshop oder eine Konferenz
– oder mehrere Veranstaltungen, die zusammengehören.
In einem Format arbeiten die Teilnehmer mit verschiedenen Methoden.
Gestaltung & Innovation
Das social design lab arbeitet mit einem erweiterten Verständnis von Gestaltung. Es werden nicht nur Produkte gestaltet, sondern auch Prozesse, Soziales, neue Beziehungen oder Praktiken.
Mit Innovation ist dabei eine generative, schaffende Haltung gemeint, die allen Prozessen des social design lab zugrunde liegt. Es wird Neues geschaffen, entwickelt und in Anwendung gebracht.
Das social design lab betrachtet Gestaltung & Innovation als ein grundlegendes Prinzip seiner Arbeit im Sinne einer kreativen, auf Anpassungsfähigkeit und bessere Zukünfte gerichteten Entwicklung von Lösungen.
Siehe auch: Partizipation, Transdisziplinarität
Quelle: social design lab
Stand: 10/2022Gestaltung (Einfache Sprache)
Im social design lab bedeutet Gestaltung etwas absichtlich zu formen und zu verändern. Wir denken darüber nach, wie etwas sein soll. Wir überlegen, wie wir es besser machen können. Danach ändern wir es.
Gestalten kann unterschiedliche Sachen bedeuten: Man kann Produkte gestalten. Zum Beispiel, wenn man etwas zeichnet, bastelt, baut oder anmalt. Man kann aber auch andere Dinge gestalten.
Im social design lab bedeutet Gestalten vor allem:
– Prozesse gestalten
– das gemeinsame Miteinander gestalten
– neue Beziehungen gestalten
– ein Treffen gestalten
Bei der Gestaltung dieser Dinge helfen uns im social design lab Methoden und Formate.
Innovation (Einfache Sprache)
Innovation bedeutet, etwas zu verändern oder neu zu schaffen. Es geht darum, Ideen zu entwickeln und diese umzusetzen. Dabei muss nicht alles daran neu sein. Eine Innovation kann auch zwei Ideen, die schon da sind, zusammen·bringen. Man versucht, durch eine Innovation ein Problem zu lösen. Die neue Lösung hilft Menschen im Alltag oder macht eine Sache einfacher.
Die Projekte im social design lab sollen innovativ sein. Wir wollen kreativ und erfinderisch arbeiten und so etwas verbessern.
Iteration
Iteration ist eine Vorgehensweise in der Prozessgestaltung, um mit Ungewissheiten und Unerwartetem in komplexen Situationen umzugehen. Gemeint ist damit eine schrittweise Annäherung an eine Lösung: Es wird wiederholt prototypisiert, getestet, reflektiert und Feedback verarbeitet. Die Ergebnisse einer Iteration stellen den Ausgangspunkt für die nächste dar. Durch dieses zyklische Vorgehen werden der Prozess und seine Ergebnisse stetig angepasst und verbessert.
Siehe auch: Prototyp, Prozesszyklus
Quelle: ZEUX Innovation
Stand: 10/2022Iteration (Einfache Sprache)
Das Wort „iterieren” heißt wiederholen.
Eine Iteration funktioniert so: Wir machen etwas, zum Beispiel einen Workshop, immer wieder. Jedes Mal verändert sich der Workshop ein bisschen. Wenn wir zufrieden sind, haben wir das Ziel erreicht.
Das passiert so:
– eine Gruppe entwickelt eine erste Probe·version. Diese erste Version nennt man auch Proto·typ.
– Dann wird die Probe·version getestet.
– Danach denkt die Gruppe über die Ergebnisse nach.
– Wenn Fehler da sind, werden diese verbessert.
– Mit diesen Verbesserungen entwickelt die Gruppe eine neue Probe-Version.
Das ist eine Iteration. Wenn eine Runde fertig ist, beginnt die nächste. Aus jeder Runde lernen wir etwas Neues.
Wenn man diese Durchgänge öfter wiederholt, wird die Lösung immer weiter verbessert. Macht man viele Iterationen, wird also auch viel verbessert.
Ko-Design
Ko-Design ist eine Herangehensweise an Gestaltung, bei der Stakeholder in die Planung und Durchführung von Prozessen aktiv einbezogen werden. Durch die partizipative Mitgestaltung können bessere und nachhaltigere Lösungen entwickelt werden.
Im social design lab arbeiten Stakeholder kollaborativ mit den Projektteams der Stiftung zusammen und übernehmen Verantwortung im Prozess.
Ko-Design wird manchmal auch kollaboratives Design oder Ko-Kreation genannt.
Siehe auch: Partizipation, Social Design, Transdisziplinarität
Quelle: social design lab
Stand: 11/2022Ko-Design (Einfache Sprache)
Ko-Design (sprich: Ko-Di·sein) kommt aus der englischen Sprache. Auf Deutsch bedeutet es: „Zusammen etwas gestalten”.
Beim Ko-Design lösen verschiedene Menschen zusammen ein Problem. Dabei nutzen sie ihr Wissen oder ihre Erfahrungen. Daraus können viele neue Ideen entstehen. Alle können mit·entscheiden, welche Ideen gut sind. An diesen Ideen arbeiten wir. Man nennt das auch ko-kreatives Arbeiten. Ko-kreatives Arbeiten ist eine Form von Partizipation.
Wir finden, ko-kreatives Arbeiten bringt unsere Gesellschaft weiter. Durch gemeinsames Denken finden wir mehr Ideen und bessere Lösungen.
Methode
Methoden sind Vorgehensweisen und Arbeitstechniken, um eine gewisse Zielsetzung planvoll und systematisch anzugehen und zu erreichen. Sie helfen dabei, Formate (z. B. Workshops) zu strukturieren.
Siehe auch: Facilitation, Format, Social Design
Quelle: social design lab
Stand: 08/2022Methode (Einfache Sprache)
Eine Methode ist eine Möglichkeit, um eine Aufgabe zu bearbeiten. Eine Methode hat mehrere Schritte. Die Schritte erklären, wie man vorgeht. In der Arbeit können Methoden genutzt werden, um gemeinsam etwas zu erreichen. Ein Beispiel für eine Methode ist die Abstimmung.
Methoden sind zum Beispiel:
– Gemeinsam überlegen und miteinander sprechen
– Allein etwas aufschreiben
– Eine Abstimmung machen
Für das social design lab ist es wichtig, verschiedene Methoden aus der Wissenschaft und Gestaltungzu verbinden.
Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit bedeutet, so zu leben und zu handeln, dass Menschen heute gut leben können, ohne die Lebensmöglichkeiten zukünftiger Generationen zu gefährden. Nachhaltigkeit schließt ökologische, soziale und wirtschaftliche Aspekte mit ein. Der Umgang mit der Natur muss verantwortungsvoll erfolgen, damit Ressourcen erhalten bleiben und Lebensräume geschützt werden.
Soziale Nachhaltigkeit bedeutet, dass alle Menschen fair behandelt werden und gute Lebensbedingungen haben. Dazu zählen unter anderem Zugang zu Bildung, Arbeit, Gesundheit sowie soziale Sicherheit und Chancengleichheit.
Damit wirtschaftliche Nachhaltigkeit gegeben ist, müssen Unternehmen und Organisationen verantwortungsvoll und transparent arbeiten und die Auswirkungen ihres Handelns auf Menschen und Umwelt beachten.
Quelle: social design lab, 2026Nachhaltigkeit (Einfache Sprache)
Nachhaltigkeit bedeutet: Wir leben so, dass Menschen heute gut leben können und Menschen in der Zukunft auch gut leben können.
Dazu gehören alle Teile des Lebens:
Nachhaltigkeit bedeutet auf die Natur zu achten. Wir verwenden nur so viele Dinge, wie die Natur wieder herstellen kann. Wir verschwenden keine Ressourcen. Wir passen gut auf Pflanzen und Tiere auf.
Nachhaltigkeit bedeutet auch, dass alle Menschen fair behandelt werden. Alle haben genug zum Leben, zum Beispiel Arbeit, Bildung und Gesundheit. Wir achten darauf, dass alle Menschen die gleichen Chancen haben. Wenn man auf diese Dinge achtet, nennt man es soziale Nachhaltigkeit.
Auch die Wirtschaft muss auf Nachhaltigkeit achten. Das heißt, Unternehmen arbeiten verantwortungsvoll. Sie denken nicht nur an Geld und Gewinn, sondern auch an die Menschen und die Umwelt.
Partizipation
Der Begriff Partizipation steht für Beteiligung, Teilhabe, Mitwirkung oder Einbeziehung. Partizipation bedeutet, dass die Menschen ihre Erfahrungen und Wertvorstellungen in die gemeinsame Arbeit einbringen. Dadurch machen sie sich die Vorhaben zu eigen und übernehmen Verantwortung für ihren Erfolg.
Das social design lab betrachtet Partizipation im Sinne eines aktivierenden, befähigenden und ko-kreativen Einbezugs aller relevanten Akteur*innen als ein grundlegendes Prinzip seiner Arbeit.
Siehe auch: Gestaltung & Innovation, Ko-Design, Stakeholder, Transdisziplinarität
Partizipation (Einfache Sprache)
Das Wort Partizipation kommt aus der lateinischen Sprache. Auf Deutsch heißt das Wort: „Teilhaben”. Mit dem Wort ist gemeint, dass alle mitmachen und entscheiden dürfen. Das ist wichtig, um den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft zu stärken.
Teilhabe ist wichtig. Alle Menschen sollen die Gesellschaft gestalten können. Deswegen machen wir Projekte, bei denen alle mitmachen können.
Prototyp
Mit einem Prototyp erzeugt man einen ersten sichtbaren/greifbaren Eindruck von einer Idee. Durch die Übersetzung in etwas Gegenständliches, Produkthaftes, liefert der Prototyp eine Grundlage, mit der die Idee getestet und weiterentwickelt werden kann. Ein Prototyp kann z. B. ein Objekt, ein Rollenspiel oder auch eine zu erprobende Dienstleistung sein.
Quelle: sdl-Handbuch „Ein Social Lab für urbane Zukünfte“
Stand: 11/2022Prototyp (Einfache Sprache)
Ein Prototyp ist ein erstes Modell einer Idee. Man baut ihn, um eine Idee auszuprobieren. Der Prototyp zeigt, wie etwas funktionieren könnte. Wenn etwas nicht funktioniert, kann die Idee angepasst werden. Ein Prototyp macht eine Idee sichtbar. So können andere die Idee besser verstehen und ausprobieren.
Prozess
Ein Prozess (lat. procedere = voranschreiten, hervorgehen) bezeichnet die Gesamtheit bestimmter zusammenhängender Aktionen und Vorgänge, mit dem Ziel, spezifische Ergebnisse hervorzubringen.
Die Projekte im social design lab sind meist als Prozesse angelegt, die sich durch eine iterative Arbeitsweise und einen grundlegend partizipativen Ansatz auszeichnen.
Siehe auch: Iteration, Partizipation, Prozesszyklus
Quelle: In Anlehnung an The American Heritage Desk Dictionary. Boston/Beijing: Houghton Mifflin Company; 2000. S. 754
Stand: 08/2022Prozess (Einfache Sprache)
Der Prozess ist der ganze Weg einer Veränderung. Im Prozess kommen wir Schritt für Schritt von einer Idee zu einem Ergebnis. Häufig verläuft ein Prozess in den gleichen Schritten:
Es wird versucht, ein Thema zu verstehen. Danach setzt man sich ein Ziel. Gemeinsam wird nach einer Lösung gesucht. Am Ende des Prozesses passen wir die Lösung nochmal an.
Prozesszyklus
Prozesszyklen beschreiben kürzere Abschnitte in einem Prozess bzw. Projekt, in denen mit bestimmtem Fokus auf Ergebnisse hingearbeitet wird. Ein Zyklus bildet einen Rahmen, um sich schrittweise an Lösungen heranzutasten (Iteration) und dauert in der Regel mehrere Wochen bis wenige Monate. Alle Prozesszyklen bauen strategisch aufeinander auf.
Quelle: In Anlehnung an Prozessmodelle aus dem Design Thinking
Stand: 08/2022Prozesszyklus (Einfache Sprache)
Ein Prozesszyklus ist ein kurzer Abschnitt in einem Prozess. In diesem Abschnitt arbeitet man an einem klaren Ziel. Dieses Ziel wird mehrmals überarbeitet (Link Iteration). Mehrere Prozesszyklen bilden gemeinsam den ganzen Prozess.
Jeder Prozesszyklus in einem Prozess hilft näher an das Gesamtziel heranzukommen. Ein Zyklus dauert normalerweise ein paar Wochen oder Monate.
Social Design
Social Design ist ein partizipativer und transdisziplinärer Ansatz zur Gestaltung von Lösungen für komplexe gesellschaftliche und sozial-ökologische Herausforderungen – mit dem Ziel, sozial-ökologische Transformation hin zu besseren Zukünften anzustoßen und zu stärken.
Dafür wird im Social Design mit ko-kreativen Methoden gearbeitet, die innovativ gestaltend alle relevanten Stakeholder miteinbeziehen. Im Mittelpunkt stehen dabei Partizipation und transdiziplinäre Zusammenarbeit über fachlichliche, soziale und andere Grenzen hinweg, um so nachhaltigere und bessere Lösungen zu entwickeln. Die Ergebnisse und Wirkungen von Social Design haben immer einen gesellschaftlichen Nutzen zum Ziel, beispielsweise die Stärkung von bürgerschaftlichem Engagement, Resilienz oder sozialer Gerechtigkeit.
Siehe auch: Gestaltung & Innovation, Ko-Design, Methode, Prozess, Soziales System, Transdisziplinarität
Quelle: social design lab
Stand: 02/2023Social Design (Einfache Sprache)
Social Design (sprich: souschl Di-sein) ist Englisch und bedeutet „Soziale Gestaltung”. Es geht um das Zusammenleben der Menschen in einer Gesellschaft. Social Design bedeutet also „Gesellschaft gestalten“.
Social Design findet Lösungen für Probleme in der Gesellschaft und der Umwelt. Das Ziel ist es, die Umwelt zu schützen und die Zukunft der Menschen zu verbessern.
Dafür arbeiten im Social Design alle zusammen. Viele verschiedene Menschen sollen mitmachen. Verschiedene Fachbereiche arbeiten zusammen. So werden bessere Lösungen entwickelt. Social Design ist gut für die Gesellschaft.
Ergebnisse können unterschiedlich aussehen, zum Beispiel:
– Neues Wissen
– Neue Arbeitsweisen
– Neue Ideen
Social Design soll Menschen helfen, Gesellschaft zu gestalten und zu verändern. Damit viele Menschen das können, müssen viele Menschen verstehen, wie das geht.
Soziales System
Ein soziales System ist ein komplexes gesellschaftliches Gefüge. In diesem stehen Individuen, Gruppen und Organisationen (Akteur*innen) und auch Materielles (z. B. Ressourcen, Infrastrukturen etc.) sowie Immaterielles (z. B. Diskurse, Regeln etc.) in wechselseitigen Beziehungen und Abhängigkeiten zueinander. Sie interagieren und bilden dadurch ein Gesamtes. Das Konzept eines sozialen Systems verkörpert den soziologischen Grundsatz: Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.
Prozesse bzw. Projekte des social design lab adressieren soziale Systeme, mit dem Ziel, nachhaltige sozial-ökologische Transformation anzustoßen.
Siehe auch: Prozess
Quelle: In Anlehnung an Merriam Webster
Stand: 10/2022Soziales System (Einfache Sprache)
Ein soziales System ist eine Gruppe in der Gesellschaft. Sozial, weil Menschen, Gruppen und Organisationen dazugehören. Sie alle halten sich an Regeln und haben gemeinsame Ressourcen. Deshalb bilden sie ein Ganzes. Das nennt man System. Die Schule ist zum Beispiel ein soziales System. Dazu gehören die Menschen, die Regeln und die Räume.
Das social design lab will soziale Systeme verbessern.
Stakeholder
Stakeholder (engl. stake = Einsatz/Anteil/Anspruch/Erwartung; holder = Eigentümer*in/Besitzer*in) sind Personen, Gruppen oder Organisationen, die ein Interesse an einem bestimmten Entwicklungsverlauf (z. B. in einem Projekt) haben.
Dazu gehören z. B. Entscheidungsbeeinflusser*innen, Schlüsselakteur*innen bei der Umsetzung (Partner*innen) und auch diejenigen, die auf irgendeine Weise direkt oder indirekt von den Ergebnissen betroffen sind (z. B. zivilgesellschaftliche Akteur*innen, Verbände, Nachbar*innen usw.).Siehe auch: Partizipation
Quelle: In Anlehnung an Stakeholder Dialoges
Stand: 08/2022Stakeholder (Einfache Sprache)
Stakeholder ist Englisch, man spricht es so aus: Stäik-houlder. Das Wort steht für alle Personen oder Organisationen, die einen Einfluss auf ein Projekt haben.
Dazu gehören Menschen, die Entscheidungen beeinflussen, und Partnerorganisationen, die bei der Umsetzung helfen. Auch alle, die vom Projekt betroffen sind, gehören dazu. Das können zum Beispiel sein:
– Menschen, für die das Projekt gemacht wird
– Menschen, die in dem Projekt mitarbeiten
– Organisationen oder Vereine, die sich für das Projekt interessieren oder es unterstützen könnten
– Menschen, die in der Stadt oder Politik arbeiten
– Menschen, die in der Nähe wohnen
– Ehrenamtliche, die dem Projekt helfen wollen
– Menschen, die in der Wissenschaft arbeiten und von dem Projekt erfahren sollen
– Menschen, die zum gleichen Thema arbeiten
Stakeholder haben oft unterschiedliche Meinungen, Wünsche oder Interessen. Deswegen ist es wichtig, so früh wie möglich mit ihnen über das Projekt zu sprechen. Manche Stakeholder helfen dabei, wichtige Entscheidungen in den Projekten zu treffen. Einige Stakeholder sorgen auch dafür, dass die Projekte möglichst vielen Menschen helfen können.
Transdisziplinarität
Transdisziplinarität ist die Arbeit über fachliche Bereiche und soziale Grenzen hinweg – die Verschränkung von Theoriewissen aus der Wissenschaft und Praxiswissen aus dem Alltag. Durch den Einbezug vielfältigen Wissens und unterschiedlicher Perspektiven, Erfahrungen und Fertigkeiten können bessere, nachhaltigere und gesellschaftlich tragfähige Lösungen erarbeitet werden.
Das social design lab betrachtet Transdisziplinarität in diesem Sinne als ein grundlegendes Prinzip seiner Arbeit.
Quelle: social design lab
Stand: 08/2022Transdisziplinarität (Einfache Sprache)
Transdisziplinarität bedeutet, dass Personen mit verschiedenen Berufen zusammenarbeiten. Dabei werden Wissen aus der Wissenschaft und Wissen aus dem Alltag verbunden. Menschen, die keine Wissenschaftler sind, bringen oft praktische Erfahrungen aus ihrer Arbeit oder ihrem Alltag mit in die Projekte. Auch die Wissenschaftler kommen oft aus ganz verschiedenen Fachrichtungen. Zum Beispiel macht ein Biologe mit einem Architekten und einem Lehrer zusammen ein Projekt.
In transdisziplinären Projekten treffen sich Wissenschaftler, Politiker, Künstler und andere Menschen, die das Thema interessiert. Alle bringen ihr Wissen und ihre Erfahrungen in die Projekte ein. Auch verschiedene Meinungen werden gemeinsam besprochen. Wenn man verschiedene Meinungen und Erfahrungen zusammenbringt, findet man bessere Lösungen.
Transformation
Transformation meint eine weitreichende, relativ beständige Veränderung innerhalb eines Systems. In der Arbeit des social design lab ist damit eine sozial-ökologische Transformation gemeint.
Sozial-ökologische Transformation beschreibt den aktuellen und zukünftigen Wandel hin zu einer nachhaltigeren Gesellschaft. Dieser Wandel kann nur gelingen, wenn soziale und ökologische Anliegen gleichermaßen berücksichtigt werden.
Siehe auch: Soziales System
Quelle: In Anlehnung an Digi-Log und: Imperiale Lebensweise. Zur Ausbeutung von Mensch und Natur im globalen Kapitalismus. Brand, Wissen. 2017.
Stand: 10/2022Transformation (Einfache Sprache)
Transformation bedeutet eine große und dauerhafte Veränderung. Im social design lab meinen wir damit: Eine Veränderung, die gut für das Zusammenleben der Menschen und gut für die Natur ist.
Das Ziel des social design lab ist eine sozial-ökologische Transformation. Unsere Gesellschaft soll dadurch nachhaltiger sein.
Transformationsstränge
Transformationsstränge sind mögliche strategische Wege, die zur Vision eines Projekts hinführen. Sie beschreiben häufig thematische Oberkategorien im Projektkontext, in denen durch die Projektarbeit Wirkungen erzeugt werden sollen. Damit dienen Transformationsstränge zur strategischen Ausrichtung eines Projekts und sind Teil der Wirkungsbeobachtung.
Für ein Projekt werden meist zwei bis drei Transformationsstränge mit unterschiedlichen inhaltlichen Schwerpunkten definiert, die sich gegenseitig ergänzen. Sie können im Projektverlauf iterativ weiterentwickelt werden.
Siehe auch: Transformationsqualitäten
Quelle: social design lab
Stand: 02/2024Transformationsstrang (Einfache Sprache)
Ein Transformationsstrang ist ein festgelegter Weg zum großen Ziel des Projekts.
Das große Ziel nennt man auch Vision. Es ist eine Vorstellung davon, wie etwas in der Zukunft sein soll.Ein Transformationsstrang gehört immer zu einem bestimmten Thema. Zu diesem Thema soll der Transformationsstrang Wirkung haben. In einem Projekt können viele Themen sein. Jedes Thema ist ein eigener Transformationsstrang. Meist gibt es 2 bis 3 Transformationsstränge in einem Projekt. Die Stränge passen zusammen und ergänzen sich. Während ein Projekt läuft, kann man die Stränge auch noch ändern oder weiterentwickeln.
Wirkung
Von Wirkung sprechen wir, wenn die Projektarbeit zu Veränderungen in der Gesellschaft, bei einer bestimmten Zielgruppe oder in deren Lebensumfeld führt oder diese Veränderungen maßgeblich mitbeeinflusst. Dabei können Wirkungen erwartet, beabsichtigt oder gewollt, aber auch unerwartet, unbeabsichtigt oder ungewollt auftreten.
Das social design lab geht mit einer wirkungsorientierten Haltung an Projekte heran. Wirkungen werden im Prozess systematisch beobachtet, erfasst und analysiert (Wirkungsbeobachtung).
Siehe auch: Social Design, Transformation
Quelle: social design lab
Stand: 02/2024Wirkung (Einfache Sprache)
In einem Projekt möchte man etwas verändern. Eine Veränderung hat Einfluss auf Menschen. Die Veränderung kann in der ganzen Gesellschaft oder in einer Gruppe von Menschen sein. Das nennt man Wirkung. Wirkungen können gut oder schlecht sein.
Ein Beispiel für eine Wirkung: Durch eine Veranstaltung lernen sich zwei Organisationen kennen. Die Wirkung der Veranstaltung ist: Die Organisationen arbeiten danach zusammen.
Im social design lab sind uns Wirkungen sehr wichtig. Wir schauen sehr genau, welchen Einfluss unsere Veranstaltungen haben. Das nennt man eine wirkungsorientierte Haltung.
Wirkungsbeobachtung
Das social design lab hat ein eigenes strukturiertes Verfahren zur Wirkungsbeobachtung und -evaluation entwickelt, das die Projektarbeit parallel begleitet. Wirkungsbeobachtung meint dabei das systematische Beobachten, Sammeln und Auswerten von Veränderungen, die durch die Projektarbeit ausgelöst werden. Erfasst werden dabei auch qualitative oder kleinteiligere Wirkungen, die in anderen Evaluationsmethoden oft zu kurz kommen.
Als fortlaufender Bestandteil der Projektarbeit ermöglicht die Wirkungsbeobachtung so kontinuierliche strategische Anpassungen im Projektverlauf.
Quelle: social design lab
Stand: 02/2024Wirkungsbeobachtung (Einfache Sprache)
In den Projekten vom social design lab beobachten wir genau, was passiert. Wir sammeln und untersuchen die Ergebnisse. Wir schauen uns an, welche Wirkung unsere Veranstaltungen haben. Dafür hat das social design lab eine eigene Methode entwickelt. Diese Methode nennen wir Wirkungsbeobachtung.
Wenn wir merken, dass etwas nicht gut funktioniert, dann verändern wir das Projekt.
So hilft uns die Wirkungsbeobachtung, unsere Ziele zu erreichen.