Interview mit Markus Frenzl

Markus Frenzl ist Professor für Design- und Medientheorie und Studiengangsleiter des M.A. Advanced Design an der Fakultät für Design der Hochschule München. Als Designkritiker publiziert er zur Design- und Alltagskultur, zum öffentlichen Designbild sowie zur kulturellen und gesellschaftlichen Relevanz des Designs.

Im Interview spricht er u.a. über die Kerninhalte des Studiengangs, umgesetzte Master-Projekte, Berufswege und Zukunftsperspektiven des Programms.

 

// 26.07.2018

Hans Sauer Stiftung:

Herr Frenzl, das noch relativ neue Masterstudium an der Hochschule München heißt Advanced Design. Was macht den Studiengang aus?

Markus Frenzl:

Unser Masterstudiengang ist nicht als Spezialisierung angelegt wie in vielen anderen Masterstudiengängen, sondern generalistisch. Spezialisiert ist er lediglich auf die kritische Auseinandersetzung mit Design im gesellschaftlichen Kontext. Er hat seinen Fokus auf unseren Arbeitsfeldern „Sozialer Wandel und transformative Prozesse“ und „Designtheorie und Designkultur“.

Wir sind überzeugt davon, dass es in Anbetracht großer, gesellschaftlicher und globaler Umbrüche nicht nur einer fachlichen Vertiefung in einem einzelnen Anwendungsbereich bedarf, sondern auch der Blick auf die großen Zusammenhänge nötig ist. Das Ziel unseres Studiengangs ist eine visionäre, interkulturelle und inter- und transdisziplinäre Auseinandersetzung mit unterschiedlichen gesellschaftsrelevanten Themen im Design. Interdisziplinär schon allein deswegen, weil wir unseren Master für Studierende unterschiedlichster gestalterischer und kreativer Disziplinen wie Architektur, Innenarchitektur, Kommunikationsdesign, Produktdesign, Multimedia Design, Modedesign etc., aber beispielsweise auch für Studierende aus den Sozialwissenschaften öffnen, die sich in ihrem Erststudium mit designrelevanten Themen befasst haben.

 

Hans Sauer Stiftung:

Erreichen Sie die Zielgruppe, die Sie wollen?

Markus Frenzl:

Ja, wir sprechen Bewerberinnen und Bewerber an, die Lust auf eine intellektuelle Auseinandersetzung mit gestalterischen Fragestellungen und den globalen und ökologischen Herausforderungen haben. Dennoch müssen wir die Inhalte unseres Masters noch besser kommunizieren, gerade auch gegenüber ausländischen Bewerbern/innen. Der Begriff „Advanced Design“ kommt traditionell aus dem Fahrzeug-Design, weshalb ihn ausländische Studierende, die sich mit dem Programm unseres Masters nicht befasst haben, häufig missverstehen.

 

Hans Sauer Stiftung:

Bei den Studieninhalten fällt oft der Begriff Social Design.

Markus Frenzel:

Das ist richtig, denn es geht darum, sich mit komplexen Themen auseinanderzusetzen, ganzheitlich zu denken, problemorientiert und ergebnisoffen zu arbeiten und natürlich die Verantwortung von Designerinnen und Designern in den Vordergrund zu stellen. Der Begriff „Social Design“ ist nun in aller Munde und scheint wie eine Erfindung der jüngsten Zeit. Tatsächlich stellt er aber eine Rückkehr zu den Wurzeln unserer Disziplin dar: Design ist erst aus der Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Fragestellungen entstanden. Unsere Disziplin hat aber noch immer das Problem, dass wir in Öffentlichkeit und Medien als oberflächliche Ästhetisierungsdisziplin gelten. Tatsächlich ist eine der Ursprungsideen des Designs aber, sozial verantwortungsvoll zu gestalten und etwa für die breite Masse gute, langlebige Gebrauchsgüter herzustellen.

 

Hans Sauer Stiftung:

Welche Rolle spielen Designtheorie und Designkritik im Studienverlauf?

Markus Frenzel:

Wir haben großen Wert auf ein breit gefächertes Theorieangebot gelegt, das man in dieser Bandbreite in wenigen anderen Masterstudiengängen findet. Über drei Semester bieten wir die drei Module „Contextual Thinking“, „Responsible Thinking“ und „Future Thinking“ an, die jeweils aus zwei Teilmodulen bestehen, bei denen eines einen designtheoretischen Bezug hat, das zweite einen konkreten Anwendungsbezug der theoretisch-wissenschaftlichen Auseinandersetzung darstellt: Im ersten Semester sind es die Module „Designtheorie“ und „Ökologie und Nachhaltigkeit“, im zweiten Semester „Designkritik“ und „Globalisierung und Interkulturalität“ und im dritten Semester „Designvermittlung“ und „Zukunftsstrategien“. Wir wollen damit auch die Bandbreite gestalterischer Tätigkeitsfelder in praktischen und theoretischen Bereichen aufzeigen. Dabei geht es z. B. um die Auseinandersetzung mit gestalterischer Arbeit in verschiedenen Kulturen, um das Üben von journalistischem, designkritischem Schreiben, um die Vermittlung gestalterischer Inhalte oder die Entwicklung tragfähiger Zukunftskonzepte. Ergänzt werden unsere theoretischen Blöcke durch verschiedene Wahlpflichtmodule und Vorlesungen. Der Hauptfokus liegt aber in jedem Semester auf dem Projekt.

 

Hans Sauer Stiftung:

Können Sie konkrete Projektbeispiele nennen, in denen Sie die angesprochenen Elemente gut umgesetzt finden?

Markus Frenzl:

Sehr gern. Weil die Studierenden aus ganz unterschiedlichen Bereichen kommen, versuchen wir für die Projektarbeit im Team des ersten Semesters Themenstellungen zu finden, die groß genug sind, um im jeweiligen Schwerpunktbereich ein Anwendungsfeld zu finden, aber spezifisch genug, um eine klare gestalterische Position zu beziehen.

Der Begriff „Opulenz“ klingt beispielsweise zunächst nach einem formalästhetischen Thema. Die Studierenden haben aus der Auseinandersetzung mit diesem Begriff heraus die „Partei der Opulenz“ gegründet und mit dem dazugehörenden Parteiprogramm und einem Manifest die politische Dimension des Designs aufgezeigt. Ihre Forderungen nach mehr Opulenz waren dabei z. B. Forderungen nach einem Mehr an Freiraum, an Kreativität, an Zeit, an Wohnraum usw. Das Manifest beinhaltete letztlich alle aktuell bedeutenden gesellschaftspolitischen Themen. Ihre Projektergebnisse haben die Masterstudierenden bei der „Nacht der Master“ im Rahmen der Munich Creative Business Week (MCBW) präsentiert. Seit 2016 nehmen unsere Master für unsere Fakultät an der MCBW teil und präsentieren ihre Ergebnisse.

2016 haben wir beispielsweise mit dem Forschungsverbund ForChange zum Thema „Resilienz“ kooperiert. ReferentInnen des Forschungsverbundes lieferten Input über den Begriff der Resilienz in verschiedenen Bereichen, etwa der Psychologie, den Naturwissenschaften oder dem Arbeitsmarkt. Vor der Fragestellung, was sich am Resilienzbegriff kritisieren lässt, wo er gesellschaftlich instrumentalisiert wird und wo er genutzt werden kann, um Überlebensstrategien zu entwickeln, haben die Studierenden eine Ausstellung und ein Symposium entwickelt. Eine Studentin hat dabei z. B. ein fiktives Unternehmen gegründet, das es den reichen Industriestaaten erlaubt, anders mit dem Klimawandel umzugehen als ärmere Länder und ein Sonnensegel ins All schicken will, um nur die reiche, nördliche Hemisphäre zu beschattet. Sie hat für ihr Projekt eine sehr glaubhafte Pressekonferenz inszeniert, die zu einer Persiflage im Kontext globaler Verteilungs- und Gerechtigkeitsfragen wurde.

 

Hans Sauer Stiftung:

Die Auseinandersetzung mit den Themen findet also auf einem sehr abstrakten Level statt.

Markus Frenzel:

Nein, nicht unbedingt. Wir versuchen als Ausgangspunkt immer große Fragestellungen vorzugeben, mit denen sich die Studierenden auseinandersetzen. Es ist uns wichtig, dass Fragestellungen im interdisziplinären Team behandelt werden. Die Studierenden sollen reflektieren, was sie als Grafik-, Schmuck-, Textil- oder MultimediadesignerIn etc. zum Thema beitragen können.

Die Ergebnisse reichen dann aber von ganz konkreten Entwürfen über provokative Inszenierungen bis hin zu wisssenschaftlich-forschenden Auseinandersetzungen. Teilweise entstanden auch Projekte, die sich viel mehr mit Zukunftsthemen beschäftigten, als wir das ursprünglich angedacht hatten. Das Thema „Spekulative Räume“ zum Beispiel, war zunächst aus der Frage nach (Wohn-) Raum entstanden. Die Studierenden entwickelten dann aber viel freiere Konzepte rund um die Auseinandersetzung mit einer veränderten Wahrnehmung von Raum und einem neuen Raumbegriff im Zeitalter der Digitalisierung.

 

Hans Sauer Stiftung:

Laufen ihre Studierenden nicht Gefahr, von allem ein bisschen, aber von nichts genug zu wissen?

Markus Frenzl:

Das ist eine Debatte, die im Design seit langem geführt wird. Bei uns muss jede/r Studierende selbst entscheiden, welche technischen, handwerklichen und gestalterischen Schwerpunkte im Masterstudium vertieft werden sollen – hier setzen wir bewusst keine Schwerpunkte. Uns ist wichtig, dass die Fragestellungen so groß sind, dass in formaler, technischer und konzeptioneller Vielfalt geforscht und experimentiert werden kann und muss.

Bei dieser formellen Vielfalt steht jedoch der Kern unserer Disziplin im Fokus: der Umgang mit innovativen Prozessen. Alles was wir machen, dreht sich immer um das Design als Beruf im Zentrum von Innovations- und Transfer-Prozessen – d. h. um einen Beruf, bei dem es keine Standardlösungen, Standardvorgehen oder Standardtechniken gibt, auf die man sich zurückziehen könnte, wie das bei einer fachlichen Spezialisierung meist der Fall ist.

Wir vermeiden auch einen Standard in der Methodik, wenn etwa unterschiedliche Fragestellungen durch das immer gleiche „Design Thinking“-Workshop-Raster gedrückt werden. Der Umgang mit Freiheit und Begrenzung ist die Kompetenz, die wir weiter schärfen möchten. Wer lernt, seine eigenen Grenzen zu ziehen, auch einmal zu scheitern, mit Zeit-, Geld- und Raumbeschränkungen umzugehen oder Dinge zu hinterfragen, weiß, was er oder sie nicht kann und wo er oder sie sich besser Unterstützung holen muss. Die Studierenden sind so mit einer Kompetenz gerüstet, die weit über formale oder handwerkliche Spezialisierungen hinausgeht. Die Qualität, nach der wir streben, ist es, sich in Themen einzudenken und Eigenständiges zu entwickeln, das zu einem bestimmten Kontext passt. Eigenständiges Denken und Machen kann man nicht downloaden.

Aber natürlich schätzen wir auch Handwerklichkeit und gestalterische Expertise: Wer in einer Disziplin eine Meisterschaft entwickelt hat und gleichzeitig erkennt, dass man darin nie ausgelernt hat, kann im Design auf hohem Level mitspielen. Oft kehren die Studierenden mit den großen sozialen und ethischen Fragestellungen im Kopf bei ihren Masterarbeiten wieder zu ihrer Ursprungsdisziplin zurück. Dann aber haben sich ihre Themen verändert, sind offener geworden, beziehen den größeren gesellschaftlichen Kontext ein; ihre Arbeiten werden konzeptioneller, inhaltlicher und strategischer. Das Themen- und Methodenspektrum ist bei den Abschlussarbeiten besonders breit.

 

Hans Sauer Stiftung:

Aus Ihrer Erfahrung der letzten Jahre, wie kann Design gut gemacht, gelernt und gelehrt werden?

Markus Frenzl:

Die Frage nach gutem Design ist eng mit der Historie unserer Disziplin verbunden. Gutes Design steht klassischerweise als gute Form für den Funktionalismus. Spätestens seit der Funktionalismus-Debatte befassen wir uns mit einem erweiterten Designbegriff, der sich nicht nur mit formalästhetischen, sondern wieder mit sozialen und heute auch ökologischen Fragestellungen befasst. Im Grunde kann man die Frage gar nicht richtig beantworten, wie man Design richtig lehren und lernen kann. Es geht zunächst ja ganz allgemein darum, sich mit allem auseinanderzusetzen, was gesellschaftlich und kulturell um uns herum passiert. Den Bachelorstudierenden im ersten Semester sage ich immer, dass sie auch Fernseh-Formate wie „Germany‘s Next Topmodel“ oder „Dschungelcamp“ anschauen müssen, weil auch diese Sendungen gesellschaftliche und mediale Prozesse reflektieren. Designerinnen und Designer dürfen ihre Aufgabe aber nicht allein darin sehen, bei der Absatzförderung zu helfen und den Konsum zu befördern. Sie wirken immer auch in einem größeren gesellschaftlichen und politischen Kontext und müssen eine kritische, vorausschauende Rolle einnehmen, um kulturelle Handlungsweisen und Nutzungsstrukturen verändern zu können.

 

Hans Sauer Stiftung:

Würden Sie sagen, dass diese Rolle des Designers/der Designerin schon in den Köpfen angekommen ist?

Markus Frenzl:

Den meisten in unserer Disziplin ist das längst klar. Und auch der Industrie wird immer klarer, dass wir vor den ökologischen Herausforderungen und den Aspekten der Nachhaltigkeit in vielen Bereichen einen Wandel brauchen. Unternehmen merken zunehmend, dass Designerinnen und Designer dazu in der Lage sind, gemeinsam mit ihnen inhaltliche Fragestellungen und große Konzepte für den Wandel anzugehen. Der Erfolg, den Design Thinking in den letzten Jahren verzeichnet hat, zeigt, dass viele Unternehmen intensiv nach neuen, kreativeren Lösungswegen suchen. Wirklich progressive Unternehmen leisten sich auch Personen, die gegen die eigenen Produkte denken. Das Aufgabenspektrum von Designerinnen und Designern ist in vielen Bereichen im Wandel: Der Chefdesigner der BMW Group Adrian van Hooydonk sagte mir z. B. einmal, dass BMW momentan weniger nach klassischen „Petrol Heads“ sucht, sondern Designer/innen, die stark in Inszenierungen und bewegten Bildern denken können. Auch in solchen Bereichen wandelt sich also das Berufsbild.

Der politische und gesellschaftsrelevante Anspruch des Designs ist aber keine Erfindung unserer Zeit. Das Bauhaus oder die HfG Ulm etwa hatten immer auch den Anspruch, über den Entwurf eine neue, demokratischere, offenere Gesellschaft zu gestalten. Wer einen Bauhaus-Freischwinger betrachtet, sieht heute vor allem einen teuren Klassiker, nicht aber die ursprüngliche Entwurfsidee, gute, einfache Dinge für die breite Masse zugänglich zu machen. Die Idee gesellschaftlich zu wirken, war immer da, wird aber von vielen gerade erst wiederentdeckt.

 

Hans Sauer Stiftung:

Bauhaus kann man vorwerfen, das Design von oben herab gemacht zu haben. Werden bei eurem Master die von der Gestaltung betroffenen Akteure in den Gestaltungsprozess miteingebunden?

Markus Frenzl:

In vielen Projekten unseres Bachelor- oder Masterstudiums kooperieren wir mit Unternehmen, aber auch mit der Stadt, Institutionen oder Kultureinrichtungen. Dabei gibt es immer wieder Ansätze, die Endverbraucher/innen, Nutzer/innen und weitere Akteure miteinzubinden. Die Kritik, dass Design von oben gemacht wird und sich Designer/innen als Genies betrachten, die besser zu wissen glauben, was die Gesellschaft braucht, ist genauso alt wie unsere Disziplin. Es gilt hier, einen guten Weg zwischen partizipativen Ansätzen, der Einbindung aller Stakeholder und einer fachlichen Designkompetenz zu finden.

 

Hans Sauer Stiftung:

Wo landen ihre AbsolventInnen später?

Markus Frenzl:

Wir haben viele Bewerber/innen, die vor dem Masterstudium bereits einige Jahre im Berufsleben waren und nun noch einmal ihren Horizont erweitern wollen, sich mit Theorie, Gesellschaft, Nachhaltigkeit befassen wollen. Manche von ihnen bleiben nach dem Studium in der Agentur, in der sie bereits gearbeitet haben, übernehmen dann aber andere Aufgaben, in denen es stärker um konzeptionelles, beratendes oder strategisches Arbeiten geht. Viele unserer Absolventen/innen binden in Unternehmen, Agenturen oder im eigenen Büro Themen der Ökologie, Nachhaltigkeit und der gesellschaftlichen Verantwortung stärker in ihre Projekte ein. Eine Absolventin wurde beispielsweise als erste Designerin in einem Berliner Biotech-Start-Up eingestellt, weil sie die Kompetenz mitbrachte, in größeren Kontexten zu denken.

 

Hans Sauer Stiftung:

Was sind die größten Herausforderungen für Ihre Studierenden?

Markus Frenzl:

Eine der größten Herausforderungen ist sicherlich die inhaltliche Freiheit, in der sich die Studierenden zurechtfinden müssen. Wir versuchen, thematisch eine Struktur vorzugeben und Input bereitzustellen; die Studierenden sollen ihre Schwerpunkte aber selbst finden und sich dadurch persönlich weiterentwickeln. Freiheit und Offenheit müssen die Möglichkeit des Scheiterns beinhalten. Damit klar zu kommen ist schwierig, aber auch die größte Bereicherung unseres Masterstudiengangs und das bekommen wir auch als Feedback von unseren Studierenden.

Darüber hinaus kann man der Konzeption unseres Studiengangs vielleicht den Vorwurf machen, dass sie nicht knallhart an den Anforderungen der Industrie orientiert ist. Viele Projektthemen sind gar nicht darauf ausgerichtet, sofort realisiert werden zu können oder eine Produktlösung anzubieten, sondern stellen eher eine visionäre Auseinandersetzung mit Zukunftsthemen dar, die einen gesellschaftlichen Wandel befördern will. Oft geht es weniger um ein konkretes Endergebnis, sondern um die Entwicklung einer Haltung – denn danach suchen zeitgemäße Unternehmen händeringend: Leute mit einem eigenen Kopf, die sich dennoch in einem Rahmen bewegen können, nachdem dieser hinterfragt wurde.

 

Hans Sauer Stiftung:

Wo sehen Sie den Masterstudiengang in 5 Jahren?

Markus Frenzl:

Wir wünschen uns mehr Kooperationen, die eine inhaltliche Vertiefung in den Themenfeldern Social Design und Transformationsdesign ermöglichen. Die Zusammenarbeit mit der Hans Sauer Stiftung ist zum Beispiel eine sehr interessante Kooperation, die eine Vernetzung mit der Gesellschaft, Akteuren aus Stadt, Behörden, oder Institutionen ermöglicht. Es ist sicherlich eine spannende Frage, inwieweit Gemeinden und Unternehmen sich auf solche Auseinandersetzungen einlassen werden. Ich wünsche mir, dass der Masterstudiengang Advanced Design in fünf Jahren sowohl als Think Tank für unsere Fakultät und gesellschaftlicher Impulsgeber betrachtet wird, aber auch als interessanter Studiengang für die deutsche Ausbildungslandschaft im Design. Ich hoffe außerdem, dass wir in einigen Jahren nach außen noch präsenter geworden sind und mit unseren wirklich spannenden Projekten und Themen von den unterschiedlichsten Gruppen als interessanter Partner wahrgenommen werden. Vor allem bin ich gespannt auf die Erfolgsgeschichten unserer Alumnis, die dann hoffentlich auf uns zurückstrahlen.

 

// Vielen Dank für das Interview.

Foto: Ingmar Kurth

Interview: Nadja Hempel, Hans Sauer Stiftung