Stadt.Raum.Kirche geht in die Weiterentwicklung: Neues Kooperationsprojekt ab Mai im Olympiadorf
Wie können kirchliche Räume und lokale Ressourcen wieder verstärkt als lebendige Treffpunkte für ein ganzes Viertel genutzt werden? Gemeinsam mit dem Ökumenischen Kirchenzentrum im Olympischen Dorf München und der Hochschule München veranstalteten wir von März-Juli 2025 Werkstätten, um Impulse für gemeinwohlorientierte Entwicklungen in kirchlichen Räumen und Gemeinden zu setzen.
Die Ergebnisse dieses Prozesses bildeten die Grundlage für einen Förderantrag der Stiftung zusammen.tun und der Hans Sauer Stiftung bei der Stiftung Deutsches Hilfswerk. Dieser Antrag wurde nun bewilligt. Wir freuen uns sehr, am 1. Mai 2026 gemeinsam in die Projektarbeit zu starten!
Das Projekt: Stadt.Raum.Kirche – Transformation im Olympiadorf
Das Projekt zielt darauf ab, den sozialen Zusammenhalt und die Lebensqualität im Münchner Olympiadorf nachhaltig zu stärken. Dafür baut das Projektteam in der Projektlaufzeit von drei Jahren ein professionelles Quartiersmanagement auf, das den ko-kreativen Transformationsprozess im Olympischen Dorf koordiniert und begleitet. Das Quartiersmanagement übernimmt eine vermittelnde und koordinierende Rolle: Es vernetzt bestehende Initiativen, macht Angebote sichtbar, unterstützt ehrenamtliches Engagement, initiiert neue Kooperationen und begleitet konkrete Vorhaben von der Idee bis zur Umsetzung.
Ressourcennutzung und Beteiligung

Im Zentrum des Projekts steht die Frage, wie bestehende Ressourcen – insbesondere Räume – besser für das Gemeinwohl genutzt werden können. Dabei soll auch die Frage der Nutzung und Nutzungserweiterung einiger, vornehmlich der evangelischen Räume des Ökumenischen Kirchenzentrums eine wichtige Rolle spielen. Gemeinsam mit Bewohner*innen, Vereinen, Initiativen, Kirchengemeinden, Studierenden, sozialen Trägern und weiteren lokalen Akteuren wollen die Projektpartner*innen bestehende Räume schrittweise für neue soziale, kulturelle und nachbarschaftliche Nutzungen öffnen und weiterentwickeln. Dabei gilt das Prinzip: Für die Nachbarschaft nutzbare Orte wachsen aus dem, was bereits vorhanden ist. In den ersten Wochen und Monaten steht das Kennenlernen, Zuhören und gemeinsame Orientieren im Vordergrund. Dabei wollen wir an die vielen bereits stattfindenden Aktivitäten im Olympiadorf bestmöglich anknüpfen. Weiterführende Informationen zum Projektverlauf folgen nach dem offiziellen Start.
Das Dachprojekt Stadt.Raum.Potenziale: Wie wir Stadtentwicklung außerdem gestalten
Stadt.Raum.Kirche entstand unter unserem Dachprojekt Stadt.Raum.Potenziale. Mit diesem stoßen wir diverse Prozesse der partizipativen Aushandlung rund um eine Stadtentwicklung an, die Raumpotenziale gemeinwohlorientiert nutzt.
So führen wir die transdisziplinäre Zusammenarbeit mit der Hochschule München in den beiden Masterstudiengängen Architektur unter der Leitung von Prof. Dr. Andrea Benze und „Gesellschaftlicher Wandel als Gestaltungsaufgabe” unter der Leitung von Prof. Dr. Gerald Beck fort: Im kommenden Sommersemester entstehen studentische Praxisprojekte in Giesing, Laim und Moosach, die lokale Fragestellungen aufgreifen, wissenschaftlich bearbeiten und Beteiligungsprozesse anstoßen.
Parallel veranstalten wir gemeinsam mit der Hochschule München die Konferenz „Commoning Spaces! Räume für das Gemeinwohl aktivieren“ und verleihen den Hans Sauer Preis 2026 zu diesem Thema.
Mitmachen und zusammenarbeiten
Darüber hinaus pflegen und erweitern wir aktiv Netzwerke mit Partner*innen aus Wissenschaft und Praxis, um gemeinsame Formate zu entwickeln und Themen weiter zu denken. Außerdem sind wir bei Veranstaltungen anderer Organisationen, wie beispielsweise im Februar bei der Reihe „ON.TOUR. Zukunft findet Stadt“, präsent, um Ergebnisse zu teilen, Impulse aufzunehmen und neue Kooperationen anzubahnen.
Wenn Sie Interesse an einer Zusammenarbeit oder an mehr Informationen zum Projektverlauf haben, melden Sie sich gern unter raumpotenziale@hanssauerstiftung.de — wir freuen uns auf den Austausch.
Titelbild: (c) Hans Sauer Stiftung
Bilder im Beitrag: (c) Hans Sauer Stiftung, Thomas Geißler

