Social Lab @ „Perspektive München“

Gesellschaftlicher Kontext

Städte sind Orte sozialer und technischer Innovationen und die Triebfeder gesellschaftlicher Umbrüche und Entwicklungen. Die Entwicklung und Gestaltung urbaner Zukünfte ist daher von gesamtgesellschaftlicher Bedeutung und erfordert neue und innovative Formen der Teilhabe und der Lösungsfindung. Die Landeshauptstadt München möchte gemeinsam mit ihren Bürger*innen Zukunftsvorstellungen für München gestalten und diskutieren, um im Rahmen der „Perspektive München“ zu bindenden Zielen für die Stadtentwicklung zu kommen.
Dazu wurde in der aktuellen Fortschreibung des Stadtentwicklungskonzepts „Perspektive München“ ein neues methodisches Element eingeführt, das vom social design lab-Team der Hans Sauer Stiftung entwickelt wurde und auch durchgeführt werden wird: Der Social Lab-Prozess.

Projektrealisierung

Die Hans Sauer Stiftung führt gemeinsam mit der Landeshauptstadt München einen solchen Social Lab-Prozess durch und überträgt damit Arbeitsweise, Methoden und Prinzipien aus dem im Sommer 2018 gegründeten „social design lab“ in den Bereich der Stadtentwicklungsplanung. Die „Perspektive München“ bildet seit 1998 den kommunalen Orientierungsrahmen für die zukünftige Entwicklung der Stadt München. Das Konzept wird immer wieder an sich verändernde Herausforderungen und Trends angepasst und daher regelmäßig fortgeschrieben.
Im Rahmen des Social Lab-Prozesses wird sich ab Oktober 2019 eine sehr diverse Gruppe von Münchner*innen in einer Veranstaltungsreihe mit großen Herausforderungen der Stadtentwicklung wie soziale Ungleichheit, Digitalisierung, bezahlbarer Wohnraum und Mobilität auseinandersetzen. Im Mittelpunkt stehen dabei neuartige Formen der Zusammenarbeit, des Austauschs und der kreativen Ideenentwicklung über fachliche, soziale, kulturelle und sonstige Grenzen hinweg.

Wirkung

Labs gelten als vielversprechender Lösungsansatz für Herausforderungen und Zukunftsfragen, die in herkömmlichen Strukturen und Organisationen nicht (oder nicht mehr) gelöst werden können. Labs bringen eine Fülle von Methoden und Werkzeugen zur Anwendung, um Kreativität anzuregen, Dialoge zu ermöglichen und Kollaboration und Partizipation zu verwirklichen. Disziplinäre und sektorale Grenzen werden in Labs – zumindest zeitweise – aufgelöst, stattdessen wird auf partizipative, bereichsübergreifende und experimentelle Formen des Arbeitens und Gestaltens gesetzt. Diese Arbeitsweise wird im Social Lab-Prozess für die Fortschreibung der „Perspektive München“ als partizipative Methode zur Entwicklung von Zukunftsvorstellungen getestet.