magdas HOTEL

Gesellschaftlicher Kontext

Für Geflüchtete gestaltet es sich meist sehr schwierig eine Arbeitsstelle zu finden. Anfängliche Unkenntnisse der deutschen Sprache, Skepsis vieler Arbeitgeber, sowie der Umstand, dass erst nach Erhalt eines positiven Asylbescheids eine Arbeitserlaubnis erteilt wird, erschweren die Integration.

Projektrealisierung

In Wien entwickelten die Caritas und das Architekturbüro AllesWirdGut ein Konzept für ein neuartiges Hotel, im dem Wien-Besucher Seite an Seite mit Flüchtlingen leben. Das magdas Hotel im Wiener Prater hat 78 elegant gestaltete Hotelzimmer und bietet Menschen aus 14 verschiedenen Nationen einen Arbeitsplatz. Von der Caritas unterstützt leben außerdem in dem Haus 25 Jugendliche, die ohne ihre Eltern nach Österreich flüchteten. Seit Herbst 2017 bietet das Hotel zudem Ausbildungsplätze in unterschiedlichen Hotelbereichen an. Dieses Projekt erfüllt die Kriterien eines Social Business, das zum Ziel hat, soziale Fragen, wo immer es möglich und sinnvoll ist, unternehmerisch zu beantworten.

Wirkung

Das magdas Hotel bietet Arbeitsplätze und Chancen für Geflüchtete, schafft einen Ort der Begegnung und des Austauschs zwischen Menschen unterschiedlicher Kulturen und macht somit Integration möglich.

Bei dem Hans Sauer Preis 2016 gewann das Hotel in der Kategorie Soziale Innovation, da es „die gesellschaftlichen Potentiale sowohl des Herstellens als auch des Benutzens von Architektur auf herausragende Weise zusammenführt.“