Kitchen on the Run

Gesellschaftlicher Kontext

Als im Frühjahr 2015 mehr und mehr Geflüchtete nach Europa kamen, stellten sich Rabea Haß und Jule Schröder die Frage, wie sich Einheimische und Geflüchtete kennenlernen können. Wie sie sich auf Augenhöhe begegnen können, um gegenseitig Vorurteile abzubauen und einen Einblick in die jeweils andere Kultur zu bekommen. Mit ihrer Erfahrung, dass am Küchentisch Freundschaften entstehen, haben die beiden das Projekt Kitchen on the Run initiiert.

Projektrealisierung

Kitchen on the Run ist der mobile Integrationsinkubator des Vereins Über den Tellerrand e.V. Ein gebrauchter Frachtcontainer, der mit Studierenden der TU Berlin umgebaut wurde, dient dabei als funktionale Küche und Begegnungsstätte. Die nachhaltige und verhältnismäßig kostengünstige Architektur erwies sich als einladend und ließ sich leicht im öffentlichen Raum platzieren.
Angefangen im März 2016 mit einer Tour durch fünf europäische Länder, reist das Team von Kitchen on the Run mit dem umgebauten Container, mittlerweile das dritte Mal durch deutsche Kleinstädte. In heimeliger Atmosphäre werden Kochveranstaltungen organisiert, bei denen sich Menschen mit und ohne Fluchterfahrung am Küchentisch begegnen und kennenlernen können.

Wirkung

Das Projekt Kitchen on the Run fördert den Austausch zwischen Menschen unterschiedlicher Kulturen, schafft Begegnungen und ermöglicht Freundschaften. Durch die Verbreitung des Konzepts wird der Gedanke eines interkulturellen Zusammenlebens gestärkt und Integration möglich gemacht.

 

Fotos: David Freudenthal/Christoph Rokitta/Frank Seibert