CUCULA

Gesellschaftlicher Kontext

Viele Geflüchtete stehen nach ihrer Ankunft in Deutschland vor großen Hürden. Neben dem Erlernen der deutschen Sprache, ist es oft schwierig sich in den Flüchtlingsunterkünften zurechtzufinden und ein soziales Leben aufzubauen.

Projektrealisierung

Das Wort „cucula“ stammt aus der westafrikanischen Hausa-Sprache und bedeutet „etwas gemeinsam machen“, aber auch „aufeinander aufpassen“. Genau darum geht es bei dem Projekt: Statt zur Untätigkeit gezwungen in einer Notunterkunft zu sitzen, können die Flüchtlinge hier gemeinsam etwas schaffen, kreativ werden und mit ihrer Arbeit sogar Geld verdienen. Dabei werden in dem experimentellen Arbeitsumfeld handwerkliche Basiswissen gelehrt. In der eigenen Werkstatt entsteht in Kooperation von Geflüchteten, Designern und Künstlern ein lebendiger Produktionsraum, in dem vielfältige Projekte und Auftragsarbeiten, die von Tischlerarbeiten, Produktentwicklungen, Gestaltung von Bühnenbildern, Performancekunst bis hin zu Sonderanfertigungen oder Ausstattungsarbeiten reichen.

Wirkung

CUCULA ist Verein, Werkstatt und Schulprogramm. Für und mit Flüchtlingen in Berlin. Im Gegensatz zur theoretischen Debatte über die Situation von Flüchtlingen in Deutschland, geht es den Initiatoren darum, eine pragmatische und unmittelbare Praxis des Handelns zu erproben, die nicht “für” sondern eben “gemeinsam mit” Flüchtlingen entsteht. Die Werkstatt gibt Raum zum Lernen, Ausprobieren und Gestalten. Dabei werden eigene Talente entdeckt, Ideen realsiert, Fähigkeiten gefördert und gemeinsam konkrete Perspektiven entwickelt.

Fotos: David Freudenthal